Quelle der News: saechsische-zeitung.de
Datum der News: 21.01.2005
Telefonsex-Betrüger im Visier der Fahnder
Bundesweite Durchsuchungsaktion
Bei Ermittlungen gegen einen groß angelegten Telefonsex-Betrug haben Polizei und Staatsanwaltschaft in Hamburg, Mannheim (Baden-Württemberg) und Friedberg (Hessen) sieben Büros, Wohnungen und Rechtsanwaltskanzleien durchsucht. Der 50 Jahre alte Geschäftsführer einer Hamburger Firma soll als Hauptverdächtiger in mehr als 900 Fällen Rechnungen zu angeblichen Monatsabonnements für „Erotik-Dienstleistungen“ versandt haben, teilte die Hamburger Polizei mit. Die Zahl der Geschädigten sei noch nicht ermittelt.
Das Unternehmen warb in Zeitungen, im Teletext und im Fernsehen für Telefonsex. Sobald ein Anruf erfolgte, stellten Mitarbeiter der Firma die Anschlussinhaber fest. Dann versandten sie an diese Rechnungen von jeweils 65,95 Euro, weil angeblich mit dem Telefonat ein Monatsabonnement für den Zugang zu telefonischen „Erotik- Dienstleistungen“ abgeschlossen wurde.
Nach 901 Anzeigen wegen Betrugsverdachts ließ die Hamburger Staatsanwaltschaft am Freitag Firmenräume des 50-Jährigen in Hamburg sowie Büros der für die Firma tätigen Rechtsanwälte und Inkassobüros in anderen Orten durchsuchen. Dabei wurden Unterlagen und Computer sichergestellt. Die Auswertung der Beweismittel werde längere Zeit in Anspruch nehmen, hieß es. (dpa)

